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 Goethe & Islam

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BeitragThema: Goethe & Islam   Mo Jun 28, 2010 1:29 pm

As-Selam-Aleykum


Als junger Mann wollte Goethe Philologie bzw. Arabistik studieren - sein Vater bestand jedoch auf dem juristischen Studium; zeitlebens bewunderte er die ersten Arabienreisenden (Michaelis, Niebuhr) und las fasziniert alles, was sie über ihre Reisen veröffentlichten.
Als Goethe 1814/1815 seinen <Divan> verfaßte, hatte er sich mit den Professoren für Orientalistik Paulus, Lorsbach und Kosegarten (Jena) im Lesen und Schreiben des Arabischen geübt. Nachdem er arabische Handschriften gesehen und vom Qur'an erfahren hatte, empfand er eine große Sehnsucht, Arabisch zu lernen. Er kopierte eigenhändig kurze arabische Bittgebete (Du'as) und schrieb: «In keiner Sprache ist vielleicht Geist, Wort und Schrift so uranfänglich zusammengekörpert.» (Brief an Schlosser, 23.1.1815, WA IV, 25, 165)
Im Alter von siebzig Jahren schreibt Goethe (Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan, WA I, 7, 153), daß er beabsichtige, «ehrfurchtsvoll jene heilige Nacht [zu] feiern, wo der Koran vollständig dem Propheten von obenher gebracht ward» Er schrieb auch: «[es] darf sich über die große Wirksamkeit des Buches niemand verwundern. Weshalb es denn auch von den echten Verehrern für unerschaffen und mit Gott gleich ewig erklärt wurde.» und fügte hinzu: «so wird doch dieses Buch für ewige Zeiten höchst wirksam verbleiben» (WA I, 7, 35/36)
Bis auf den heutigen Tag besitzen wir die Handschriften seiner ersten intensiven Qur'an-Studien aus den Jahren 1771/1772 sowie auch der späteren. Goethe las den Mitgliedern der Herzogsfamilie von Weimar und ihren Gästen die deutsche Übersetzung des Qur'an von J. Hammer (vermutlich auch die prosaischere englische Übersetzung von G. Sale) laut vor. Als Zeugen berichten Schiller und seine Frau über diese Lesungen. (Schillers Brief an Knebel vom 22.2.1815)
Stets empfand Goethe die Mängel aller Übersetzungen des Qur'an (der lateinischen, englischen, deutschen und der französischen) und suchte unaufhörlich nach neuen Ausgaben. In seinem <Divan> sagt er:


«Ob der Koran von Ewigkeit sei?
Darnach frag' ich nicht ! ...
Daß er das Buch der Bücher sei
Glaub' ich aus Mosleminen-Pflicht»

Er studierte arabische Handbücher, Grammatiken, Reisebeschreibungen, Dichtung, Anthologien, Bücher über die Lebensgeschichte (Sira) des Propheten - möge Allah ihn segnen und ihm Frieden gewähren! - und pflegte einen umfangreichen Austausch mit Orientalisten aus ganz Deutschland. Goethe schätzte die deutsche Übersetzung von Hafis' <Diwan> (Mai 1814) und studierte die verschiedenen Qur'an-Übersetzungen seiner Zeit. All dies inspirierte ihn, seinen eigenen <West-östlichen Divan> zu verfassen, der selbst wiederum viele Gedichte enthält, die eindeutig durch den Qur'an angeregt wurden und sich auf verschiedene seiner Ayats beziehen (siehe Mommsen, 269-274). Goethe kaufte alte arabische Handschriften von Rumi, Dschami, Hafis, Saadi, Attar, Qur'an-Tafsir, verschiedene Segenswünsche (Du'as), ein Arabisch-Türkisches Wörterbuch, Texte über Angelegenheiten wie die Befreiung von Sklaven, das Kaufen und Verkaufen, Zins, Wucher sowie originale Handschriften von Sultan Selim.
Goethe betrachtete es nicht als bloßen Zufall, sondern vielmehr als bedeutsame Ereignisse, ja als Teil seines Schicksals und Zeichen von Allah, daß:
- ihm im Herbst 1813 von einem aus Spanien heimkehrenden Soldaten eine alte arabische Handschrift gebracht wurde, die die letzte Sure (114) des Qur'an <An-Nas> enthielt. Später versuchte Goethe sie mithilfe der Professoren in Jena eigenhändig zu kopieren, die ihm auch dabei halfen, den Inhalt der Handschrift zu ermitteln.
- er im Januar des Jahres 1814 einem Freitagsgebet von Muslimen, Baschkiren aus der russischen Armee des Zaren Alexander, im protestantischen Gymnasium Weimars beiwohnte. Im Brief an Trebra vom 5.1.1814 (WA IV, 24, 91) schreibt er:


«Da ich von Weissagungen rede, so muß ich bemerken,
daß zu unserer Zeit Dinge geschehen, welche man keinem
Propheten auszusprechen erlaubt hätte. Wer durfte wohl vor
einigen Jahren verkünden, daß in dem Hörsaale unseres
protestantischen Gymnasiums mahometanischer Gottesdienst
werde gehalten und die Suren des Korans würden hergemurmelt
werden, und doch ist es geschehen, wir haben der baschkirischen
Andacht beygewohnt, ihren Mulla geschaut, und ihren Prinzen im
Theater bewillkommt. Aus besonderer Gunst hat man mir Bogen und
Pfeile verehrt, die ich, zu ewigem Andenken, über meinen Kamin,
aufhängen werde, sobald Gott diesen lieben Gästen eine glückliche
Rückkehr bestimmt hat.»

In einem Brief vom 17.1.1814 (WA IV, 24, 110) an seinen Sohn August fügt er hinzu:


«Mehrere unserer religiosen Damen haben sich die Übersetzung des Corans von der Bibliothek erbeten.»

Goethes positive Einstellung gegenüber dem Islam geht weit über alles bisherige in Deutschland hinaus. Am 24.2.1816 veröffentlichte er folgenden Satz:


«Der Dichter (Goethe) ... lehnt den Verdacht nicht ab, daß er selbst ein Muselmann sei.» (WA I, 41, 86)


In einem Gedicht seines <Divan> sagt Goethe:


«Närrisch, daß jeder in seinem Falle
Seine besondere Meinung preist!
Wenn Islam Gott ergeben heißt,
In Islam leben und sterben wir alle.»


Neben seiner Faszination für die Sprache des Qur'an, ihre Schönheit und Erhabenheit, empfand Goethe eine große Anziehung für seine religiöse und philosophische Bedeutung: die Einheit Gottes, sowie die Überzeugung, daß Gott sich in der Natur, in der Schöpfung offenbare, ist eines der zentralen Themen in Goethes Werk.
Während seiner ersten intensiven Qur'an-Studien in den Jahren 1771/1772 kopierte und verbesserte Goethe teilweise den Text der ersten direkten Qur'an-Übersetzung aus dem Arabischen ins Deutsche. Goethe notierte verschiedene Ayats des Qur'an, die dem Menschen zeigen, wie er die Natur in all ihren Erscheinungsformen betrachten möge: als Zeichen göttlicher Gesetze. Die Vielfalt der Phänomene weist hin auf den Einen Gott. Die Bezugnahme auf die Natur, wie der Qur'an sie darstellt, verbunden mit der Lehre von der Güte und Einheit Gottes, die Goethe in den Ayats aus der zweiten Sure (Al Baqara) des Qur'an kennenlernte, wurden zu den Hauptpfeilern, auf denen seine Sympathie und Affinität zum Islam beruhen sollten. Er sagte, wir sollten «Gottes Größe im Kleinen» erkennen und bezieht sich dabei auf das Ayat 25 aus der zweiten Sure des Qur'an, wo das Bild der Fliege gegeben wird.
Nachhaltig bewegt war Goethe auch von der Erkenntnis, daß Allah durch Propheten zur Menschheit spricht; Goethe bestätigte daraufhin den Propheten Muhammad - möge Allah ihm segnen und ihm Frieden geben! In einem Brief an Blumenthal vom 28.5.1819 schreibt Goethe, indem er sich auf die Sure Ibrahim, Ayat 4 bezieht:


«denn es ist wahr, was Gott im Koran sagt: Wir haben keinem Volk einen Propheten geschickt, als in seiner Sprache!»

(WA IV, 31, 160) Indem er sich auf das gleiche Ayat bezieht, wiederholt er in einem Brief an Carlyle:

«Der Koran sagt: Gott hat jedem Volke einen Propheten gegeben in seiner eigenen Sprache.»

In einem Essay der Zeitschrift German Romance, Vol. IV, Edinburgh 1827 (WA I, 41, 307) erscheint diese Ansicht erneut.
Goethe bekräftigte die Zurückweisung der Ungläubigen, die den Propheten - möge Allah ihn segnen und ihm Frieden gewähren ! - dazu aufriefen, ihnen Wunder zu zeigen


«Wunder kann ich nicht thun sagt der Prophete, / Das größte Wunder ist daß ich bin.»

In seinem <Mahomet> verfaßte Goethe seinen berühmten Lobgesang <Mahomets Gesang>. Die Bedeutung des Propheten - möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben! - wird in der Metapher des Stromes gefaßt, der, beginnend als kleines Rinnsal, immer breiter wird, sich ausdehnt und nach und nach zu einer gewaltigen geistigen Kraft anwächst, um schließlich glorreich in den Ozean, das Symbol der Göttlichkeit, zu münden. Er beschreibt den religiösen Genius, wie er, dem Strome gleich, die anderen Menschen, wie Bäche und Flüsse, mit sich fort zieht auf seinem Weg zum Meer. Auf einer Handschrift der Paralipomena III, 31 schreibt Goethe am

«Oberhaupt der Geschöpfe - Muhammed.»

Ein weiteres bedeutendes Element des Islam ist die Betonung des rechten Verhaltens des Muslim. Hier war es das Geben der Sadaqa, das großzügige Geben des Muslim, was Goethe besonders beeindruckte. In mehreren Gedichten seines <Divan>, im <Buch der Sprüche>, beschreibt er «die Wonne des Gebens» und sagt «Schau' es recht und du wirst immer geben.» (WA I, 6, 70) An dieser Handlung faszinierte Goethe, daß sie nicht erst später belohnt, sondern unmittelbar als segensreich erfahren wird.
Goethe ist weiterhin bekannt für seine klare Ablehnung der Vorstellung eines Zufalls:


«Was die Menschen bei ihren Unternehmungen nicht in Anschlag bringen und nicht bringen können, und was da, wo ihre Größe am herrlichsten erscheinen sollte, am auffallendsten waltet - der Zufall nachher von ihnen genannt -, das ist eben Gott, der hier unmittelbar mit seiner Allmacht eintritt und sich durch das Geringfügigste verherrlicht.»

Sein fester Glaube an die Vorsehung Gottes (siehe beispielsweise das Gespräch mit Kanzler Müller vom 12.8.1827, WA I, 42, 212, WA I, 32, 57), seine berühmten <Divan>-Verse:

«Hätt' Allah mich bestimmt zum Wurm,/ So hätt' er mich als Wurm geschaffen.»

sowie seine Worte:

«Die Parabeln (Metaphern des Divan) ... lehren und bestätigen den eigentlichen Islam, die unbedingte Ergebung in den Willen Gottes, die Überzeugung, daß niemand seinem einmal bestimmten Loose ausweichen könne.»

führten zu seiner persönlichen Haltung der Ergebung in den Willen Gottes; d.h., Goethe nahm es als Befehl, diesen dankbar anzunehmen und nicht dagegen aufzubegehren. In seinem literarischen Werk finden sich hierfür starke Anklänge in <Egmont>, <Dichtung und Wahrheit>, <Urworte Orphisch> und <Wilhelm Meisters Wanderjahre> u.a..
Als tiefbewegendes Beispiel aus seinem Leben kann sein Verhalten im Juli 1816 bei seiner dritten Reise zu Marianne von Willemer gesehen werden, die kurz nach der Abfahrt nach dem Bruch der Wagenachse durch einen Unfall abrupt beendet wurde. Goethe hatte diese Reise sehnsüchtig herbeigesehnt, denn er beabsichtigte, kurz nach dem Tode seiner geliebten Frau Christiane, deren Verlust ihn tief erschüttert hatte, erneut zu heiraten. Den Unfall seiner Reisekutsche nahm Goethe als unmittelbaren Schicksalswink und entschlug sich augenblicklich seiner anfänglichen Absicht und sollte Marianne von Willemer tatsächlich nie mehr sehen. Danach schrieb Goethe:


«Und so müssen wir denn wieder im Islam, (das heißt: in unbedingter Hingebung in den Willen Gottes) verharren...»

Ähnlich heißt es in einem Brief an Zelter vom 20.9.1820:

«Weiter kann ich nichts sagen, als daß ich hier mich im Islam zu halten suche.»

Als 1831 durch das Auftreten der Cholera viele Menschen starben, tröstete er Louise Adele Schopenhauer am 19.9.1831 brieflich:

«Hier kann niemand dem andern rathen; beschließe was zu thun ist jeder bey sich. Im Islam leben wir alle, unter welcher Form wir uns auch Muth machen.»

Am 22.12.1820 bedankte sich Goethe brieflich für das Geschenk eines Aphorismen-Buches seines Freundes Willemer und sagt darüber:

«Es stimmt ... zu jeder religios-vernünftigen Ansicht und ist ein Islam, zu dem wir uns früher oder später alle bekennen müssen.»

Als Teilnehmer des Kriegsheeres gegen Frankreich, bemerkt Goethe am 7./8. Oktober 1792, daß jener Glaube an die Vorherbestimmung Gottes seinen reinsten Ausdruck im Islam finde:

«Der Mensch, wenn er sich getreu bleibt, findet zu jedem Zustande eine hülfreiche Maxime; ... Die Mahomedanische Religion gibt hievon den besten Beweis.»

Nach Eckermanns Bericht über eine Unterhaltung mit Goethe (11.4.1827) über die Erziehungsmethode der Muslime, die sie unablässig mit den Gegensätzen der Existenz konfrontiere, sie so den Zweifel erfahren lasse, der sich nach erfolgter Prüfung des Sachverhaltes schließlich zur Gewißheit wandle, schloß Goethe mit den Worten:

«Sie sehen, daß dieser Lehre nichts fehlt und daß wir mit allen unsern Systemen nicht weiter sind und daß überhaupt niemand weiter gelangen kann. ... Jenes philosophische System der Mohammedaner ist ein artiger Maßstab, den man an sich und an andere anlegen kann, um zu erfahren, auf welcher Stufe geistiger Tugend man denn eigentlich stehe.»

Über Dinge, die sich dem Verstand des Menschen und damit der Spekulation entziehen, schreibt Goethe in seinen <Maximen und Reflexionen>:

«Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.»

Dies bezieht sich auf die Vorsicht des Muslim, nicht nach Dingen zu fragen, die vom Menschen nicht gewußt werden können.

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Über die Einheit Gottes sagte Goethe:

«Der Glaube an den einigen Gott wirkt immer geisterhebend, indem er den Menschen auf die Einheit seines eignen Innern zurückweist.»

Goethe spricht über den Unterschied zwischen einem Propheten und einem Dichter und bestätigt Muhammad - möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben!:

«Er sei Prophet und nicht Poet und daher auch sein Koran als göttliches Gesetz und nicht etwa als menschliches Buch, zum Unterricht oder zum Vergnügen, anzusehen.»





Quelle

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BeitragThema: Re: Goethe & Islam   Di Jun 29, 2010 6:35 am

Goethe fand auch den alten Minerva-Tempel in Assisi großartig. Wahrscheinlich hatte er vorher noch nie Säulen gesehen.

Ich frage mich wirklich ob du diese Artikel selbst schreibst oder ob du nur Dinge zusammenkopierst. Weißt du, wie das Gedicht im west-östlichen Diwan weitergeht?

Ob der Koran von Ewigkeit sei?
Darnach frag' ich nicht ! ...
Daß er das Buch der Bücher sei
Glaub' ich aus Mosleminen-Pflicht.
Dass aber der Wein von Ewigkeit sei,
Daran zweifl' ich nicht;
Oder dass er vor den Engeln geschaffen sei,
Ist vielleicht auch kein Gedicht.
Der Trinkende, wie es auch immer sei,
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BeitragThema: Re: Goethe & Islam   Di Jun 29, 2010 11:51 am

Else schrieb:
Goethe fand auch den alten Minerva-Tempel in Assisi großartig. Wahrscheinlich hatte er vorher noch nie Säulen gesehen.

Ich frage mich wirklich ob du diese Artikel selbst schreibst oder ob du nur Dinge zusammenkopierst. Weißt du, wie das Gedicht im west-östlichen Diwan weitergeht?

Ob der Koran von Ewigkeit sei?
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As-Selam-Aleykum

Zu jedem Text was ich hier einfüge, gebe ich in der Fußzeile die Quelle an, vielleicht solltest du etwas genauer hinschauen und die Seite dort besuchen.
Ich habe in der Schule damals ein großes Referat über Goethe gehalten, während der Forschung nach seinem Lebensstil und seinem Lebenslauf habe ich auch in einigen Artikeln & Büchern aus der Schule vieles über Goethe & seiner Zwiespaltigkeit und zugleich auch seiner Hingabe zu Religionen (unter anderem auch dem Islam) erfahren dürfen.

Da ich leider diese Artikel nicht habe, genauso wenig wie die Bücher, geschweige denn die Titel & Autoren der Bücher & Artikel, kann ich es hier leider nicht rein stellen, daher habe ich die Texte aus einer Seite entzogen.

Ich habe im Netz nicht viel über Goethe & dem Islam gefunden, die Quelle aus der ich diese Inforamtionen habe, hat einiges darüber in Aussicht. Ich habe es mir durchgelesen und bin im Grunde nicht negativ beeindruckt.

Ob die Gedichte so richtig geschrieben sind oder nicht weiter geschrieben sind, kann ich dir auch nicht versichern.
Ich war leider bisher noch nicht im Goethe-Institut & kenne nicht all seine Gedichte auswendig.

Aber danke für die Anmerkung

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BeitragThema: Re: Goethe & Islam   Do Jul 01, 2010 5:44 am

wa 3alaikum as-salam ;-)

Entschuldige, du hast die Quelle angegeben und ich hab den Link übersehen. (Man sieht leider nur das Wort „Quelle“, der Link dahinter ist unsichtbar. Ich hätte genauer hingucken sollen.)

Trotzdem: Warum stellst du Artikel hinein, die du nicht ansatzweise überprüfst? Warum interessiert dich Goethe überhaupt, wenn du nicht mal seine Gedichte vollständig zitierst? Immerhin war der Mann Dichter, und nicht Religions-Experte.

Es ist bei dem Gedicht gerade der Witz, dass Goethe Religion vs Glauben stellt (meine Interpretation). Wenn man nur die ersten vier Zeilen liest, entsteht ein falscher Eindruck.
Goethe verwendet das Wort „Islam“ im Wortsinn, nämlich im Sinn von „Hingabe / Unterwerfung“. Er meint damit niemals, dass er sich verpflichtet fühlt, keinen Alkohol zu trinken, kein Schweinefleisch zu essen oder 5mal am Tag gen Mekka zu beten.
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BeitragThema: Re: Goethe & Islam   Do Jul 01, 2010 11:30 am

Else schrieb:


Trotzdem: Warum stellst du Artikel hinein, die du nicht ansatzweise überprüfst? Warum interessiert dich Goethe überhaupt, wenn du nicht mal seine Gedichte vollständig zitierst? Immerhin war der Mann Dichter, und nicht Religions-Experte.


As-Selam-Aleykum

Ich stelle keine Texte rein, die ich mir nicht vorher durchlese, davon kannst du sicher ausgehen.
Ich interessiere mich sehr für Goethe, Allgemein für Dichter und dies bzgl. auch für Literatur.
Goethe hatte viel mehr mit Religionen zu tun, als du vielleicht denkst.
Er wollte eine Einheit mit allen Religionen erleben, er wollte sehen, wie alle einer Meinung waren & jeder dasselbe denkt, jeder das RICHTIGE denkt und glaubt.
Aber in seinen Gedichten & Zitaten bringt er auch deutlich hervor, dass es eine Sache der unmöglichkeit sei.
Er befand sich in einem Dilemma was Religionen anging.

Man erzählt auch, dass Goethe in seinem Sterbebett unfähig war zu reden, also machte er mit seinem rechten Zeigefinger Zeichen die entweder das ergeben sollte:

= Bed. Allah s.w.t.

Oder aber der Anfangsbuchstabe W seines Namens Johann - Wolfgang.

Man spekuliert bis heute noch darüber, aber viele gehen davon aus, dass er das Islamische Glaubensbekenntnis nicht aussprechen konnte, also machte er den Namen Allah's(swt) mit Fingerzeichen.

Er bevorzugte den Islam sehr, was man aus seinen Gedichten auch deutlich lesen kann.


Else schrieb:
Es ist bei dem Gedicht gerade der Witz, dass Goethe Religion vs Glauben stellt (meine Interpretation). Wenn man nur die ersten vier Zeilen liest, entsteht ein falscher Eindruck.
Goethe verwendet das Wort „Islam“ im Wortsinn, nämlich im Sinn von „Hingabe / Unterwerfung“. Er meint damit niemals, dass er sich verpflichtet fühlt, keinen Alkohol zu trinken, kein Schweinefleisch zu essen oder 5mal am Tag gen Mekka zu beten.

Goethe war ein großer bewunderer des Islam.
Noch heute ist die Frage ungeklärt, ob er zum Islam konvertierte oder nicht.
Es gibt viele Meinungen & Gerüchte die gegen einander sprechen, aber Belege dafür ob oder wann er Muslim wurde, hat man nie gefunden.
Daher kann man auch nicht behaupten, ob er all diese Gebote berücksichtigt hat (vor hatte sie zu berücksichten) oder nicht.




LG
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