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 Islam & Wissenschaft

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Distan
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BeitragThema: Islam & Wissenschaft   So Jun 27, 2010 4:58 pm

As-Selam-Aleykum

Islam und Wissenschaft


Nichts erscheint dem 'modernen Menschen' widersprüchlicher als das Begriffspaar Islam und Wissenschaft.

Wirft man einen Blick auf die islamische Welt der Gegenwart, so steht diese in Sachen Wissenschaft und Technik zweifelsfrei hinter der westlichen Welt. Doch wo liegen die Ursachen für dieses Debakel? Eine fundierte Auskunft darüber, wie es um die Wissenschaft im Islam bestellt ist, erhält man nur, wenn man die Quellen des Islam, Qur'an und Sunna, darüber befragt, welchen Standpunkt der Islam zur Wissenschaft einnimmt. Will man wissen, wie die Stellung des Islam zur Wissenschaft in der Praxis aussieht, so muß die heutige islamische Welt aus der Betrachtung ausgeschlossen werden. Aufschluß darüber kann nur die Zeit geben, in welcher der Islam tatsächliche Umsetzung als Lebensordnung fand.

Das erste Wort, das Allah (swt) Muhammad (s) offenbarte, war: "Lies". In derselben Sura ist von "Schreibschrift" die Rede, d. h. bereits die allererste offenbarte Sura spricht das Lesen und Schreiben an. Die Muslime wurden von Anfang an zum Wissenserwerb motiviert. Schon zur Zeit des Propheten (s) begann man mit der Errichtung von Schulen. Das islamische Bildungssystem erreichte einen Standard, dem das Abendland tatsächlich um Jahrhunderte hinterherhinkte. Bereits im 9. Jahrhundert blühten islamische Universitäten und waren auch Anziehungspunkt für die wenigen Europäer, die überhaupt das Lesen und Schreiben beherrschten. Während in Europa Bücher als Rarität in den Klöstern unter Verschluß gehalten wurden, waren die islamischen Bibliotheken mit Millionen von Büchern angefüllt. Allein die Bibliothek von Cordoba hatte einen Bücherbestand von nahezu einer halben Million.

Der Islam fordert den Menschen dazu auf, seine Umwelt zu beobachten und zu studieren, um die eindeutigen Zeichen der Schöpfung darin zu erkennen. Viele Verse aus dem Koran beschreiben Vorgänge aus der Natur, die von der Schöpfung des Universums bis hin zur Befruchtung der Eizelle durch das Spermium reichen. so heißt es etwa im Qur'an:

"Haben die Ungläubigen nicht gesehen, daß die Himmel und die Erde eine Einheit waren, die Wir dann zerteilten? Und Wir machten aus dem Wasser alles Lebendige." (al-Anbiya' (21), Aya:30)

An anderer Stelle sagt Allah (swt):

"Und Wir haben fürwahr den Menschen in seinem Ursprung aus (den Bestandteilen des) Lehms erschaffen, dann setzten Wir ihn als befruchtete Keimzelle an eine geschützte Stätte (die Gebärmutter). Dann erschufen Wir aus der Keimzelle ein anhaftendes Blutgebilde und erschufen aus diesem ein kleines Fleischgebilde, und hernach formten Wir in dem Gebilde Knochen und bekleideten die Knochen mit Fleisch." (al-Mu'minun, Aya: 12-14)

Qur'anstellen dieser Art dienen nicht primär dazu, dem Menschen physikalische, biologische und andere Vorgänge zu erklären, sondern wollen in erster Linie den Beweis der Schöpfung liefern. Einige dieser Erklärungen konnten zur Zeit der Offenbarung nicht vollständig verstanden werden, da die zur Überprüfung nötigen technischen Mittel nicht zur Verfügung standen. Doch waren die Muslime nicht minder von ihrer Richtigkeit überzeugt.

Die meisten Informationen dieser Art konnten erst in diesem und dem letzten Jahrhundert wissenschaftlich erforscht werden. Eine wissenschaftliche Forschung darf allerdings nicht als Voraussetzung für den Glauben genommen werden. Sie kann dem Menschen lediglich das Begreifen der Wahrheit erleichtern, die Allah (swt) offenbart hat. Ein zweckdienliches Hilfsmittel also, um den Glauben zu stärken. So hat der Erhabene in Sura Fussilat (41), Aya: 53 bestimmt :

"Bald werden Wir sie Unsere Zeichen sehen lassen, überall auf Erden und an ihnen selbst, bis ihnen deutlich wird, daß es die Wahrheit ist. Genügt es denn nicht, daß dein Herr Zeuge ist über alle Dinge?"

Vor allem die medizinische Forschung erhielt starke Impulse durch den Islam. So heißt es in einem Hadith:

"Allah hat keine Krankheit herabkommen lassen, ohne daß Er für sie zugleich ein Heilmittel herabkommen ließ." (al-Buchari)

Auf der Grundlage dieses Hadith' wußten die Muslime, daß es für jede Krankheit auch Heilung gab, die man nur zu finden brauchte. Infolgedessen erlebte die Medizin unter dem Islam einen unbeschreiblichen Auftrieb. Neben der hohen Medizinerzahl, vor allem zur Zeit der Abbasiden, hatte die medizinische Versorgung einen Standard, welcher mit heutigen Verhältnissen vergleichbar wäre - die technischen Mittel ausgenommen. Bereits während des Kalifats von Harun ar- Rasid (786-809) gab es mobile Kliniken und zahlreiche Krankenhäuser, die der Staat errichten ließ. Mittelpunkt der medizinischen Forschung war Bagdad mit seinen ca. 860 Krankenhäusern, deren Lage nach rein hygienischen Aspekten ausgewählt wurde. Sie waren in unterschiedliche Stationen unterteilt und besaßen u.a. eine chirurgische Abteilung.

Die Entdeckungen auf dem Gebiet der Medizin lieferten der westlichen Medizinforschung die gesamten Grundlagen, mehr noch, ohne die islamische Medizin ist die westliche gar nicht denkbar. Der Mediziner ar-Razi, Leiter eines Bagdader Krankenhauses, forschte neben seiner chirurgischen Arbeit auf dem Gebiet der Masern und Pocken. Seine Schrift galt bis ins 18. Jahrhundert als eine der hervorragendsten Arbeiten in diesem Bereich.

Wesentliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Augenheilkunde macht Ali Ibn Isa um 1000 n. Chr. Ibn Sina verfaßte bereits im 11. Jahrhundert ein umfassendes medizinisches Lehrbuch, das ins Lateinische übersetzt und hier unter dem Namen Canon medicinea bekannt ist. Wer meint, den Namen dieses Wissenschaftlers noch nie gehört zu haben, dem sollte er unter Avicenna bekannt sein. Viele Namen von Werken und Wissenschaftlern, die dem Westen Wissen lieferten, wurden so verändert, daß sie die wahre Herkunft nicht mehr verrieten. Die angeführten Beispiele sind nicht einmal ein Bruchteil dessen, was die islamische Medizin tatsächlich vorzuweisen hatte.

Die Erkenntnisse im Bereich der Astronomie waren ebenfalls bahnbrechend. Im Koran heißt es:

"Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag erschuf und die Sonne und den Mond. Sie schweben ein jedes (Gestirn) auf seiner Laufbahn." (al-Anbiya', Aya: 33)

Während das christliche Europa noch das geozentrische Weltbild vertrat, das die Erde als Weltmittelpunkt darstellt, wußten die Muslime aufgrund der Aussage im Koran, daß jeder Planet seine Laufbahn hat. Durch Beobachtung und exakte Forschung wurde die islamische Himmelskunde für Jahrhunderte zur führenden Astronomie der Welt. Die Muslime entwickelten die verschiedensten und zudem genauesten Beobachtungs- und Meßgeräte und Sternkarten. Die Astronomie stellte einen wichtigen Bereich für die Muslime dar, da man zur Verrichtung des Gebets die Himmelsrichtungen kennen mußte, vor allem zu einer Zeit, als der islamische Staat immer größer wurde. Die astronomischen Erkenntnisse waren so zahlreich, daß sie sich kaum aufzählen lassen. Einer der herausragendsten Astronomen war Muhammad ibn Musa. Es ist allerdings schwierig, islamische Wissenschaftler auf nur ein Wissenschaftsgebiet zu beschränken, denn oftmals war ein Astronom gleichzeitig ein hervorragender Mathematiker, Mediziner usw.

Es gab keinen wissenschaftlichen Bereich, in den die Menschen unter islamischer Herrschaft nicht vordrangen. Al-Hasan Ibn al-Haitam erforschte die Optik. Auf seinem Werk Opticea thesaurus gründet alle Optik. Er experimentierte mit einer Art Lochkamera, dem Urmodell der Photographie. Fälschlicherweise gilt Leonardo da Vinci als Erfinder der Lochkamera, der Pumpe, der ersten Flugmaschine und der Drehbank. Seine Konstruktionen sind jedoch nachweislich vom Werk al-Hasans abhängig, der auch als Alhazen bekannt ist und etwa fünf Jahrhunderte vor Leonardo da Vinci gelebt hat.

Dieser Überblick sollte ausreichen, um das wahre Verhältnis von Islam und Wissenschaft zu verdeutlichen. Worin liegt aber die Ursache, daß die oben dargelegten Fakten nicht geläufig sind? Zu oft wird die europäische Geschichte als Maßstab für die islamische Geschichte genommen. Während der Stern der Wissenschaft unter dem Islam erstrahlte, befand sich Europa in jeder Hinsicht in tiefster Dunkelheit. Jede wissenschaftliche Betätigung wurde durch die Kirche unterdrückt. Die subjektive Erfahrung dieser Unterdrückung durch die christliche Kirche übertrug man auf alle Religionen, so auch auf den Islam, so daß man Islam und Wissenschaft in ein Kontrastverhältnis stellte. Dies reicht bis in die Gegenwart und trägt dazu bei, daß man den Islam für den derzeitigen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Niedergang der islamischen Welt verantwortlich macht, obwohl, um es noch eimal zu verdeutlichen, der Islam dort keineswegs als Lebensordnung umgesetzt wird. Der Zustand dieser Länder hat ganz andere Ursachen, die ihre Wurzeln nicht im Islam, sondern in der Abkehr von der islamischen Lebensordnung und dem vom Westen übernommenen kapitalistischen Gesellschaftssystem finden.


Quelle


Zuletzt von Distan am Di Jun 29, 2010 11:54 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Else
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BeitragThema: Re: Islam & Wissenschaft   Di Jun 29, 2010 6:50 am

Es ist ja verständlich, dass du auf deine (resp. die islamische) Kultur stolz bist, aber dennoch sollte man einiges der Vollständigkeit halber hinzufügen:

Als der Islam sich ausbreitete gab es bereits Wissenschaft: Persien, Indien, die griechische und römische Antike etc. Der Islam breitete sich schlicht in Gebiete aus, in denen bereits Wissen vorhanden war, übernahm, was nützlich erschien, und führte einiges davon auch weiter. Wobei die Bewahrung des Wissens aus der Antike zu einem guten Teil arabischsprachigen Christen zuzuschreiben ist.

Zu den erwähnten Gelehrten :
Al-Haitam wandte sich keinesfalls Dank des Islams der Wissenschaft zu.
Aus einem Artikel über den Mann (http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Al-Haytham.html)
„ In his autobiography he explains how, as a youth, he thought about the conflicting religious views of the various religious movements and came to the conclusion that none of them represented the truth. […]However, ibn al-Haytham became increasingly unhappy with his deep studies of religion and made a decision to devote himself entirely to a study of science which he found most clearly described in the writings of Aristotle. Having made this decision, ibn al-Haytham kept to it for the rest of his life devoting all his energies to mathematics, physics, and other sciences.”

Ar-Razi galt ebenfalls nicht als frommer Moslem, und Ali Sina hatte Probleme mit der islamischen Geistlichkeit.

Das geozentrische Weltbild wurde von Moslems im Mittelalter nicht ernsthaft in Frage gestellt. Man findet sogar Koran-Spezialisten aus dem 20. Jhdt, die meinen, dass sich die Sonne um die Erde drehen müsse.

Islam und Wissenschaft? Ja, das kann zusammenkommen, muss aber nicht. Meinst du selbst, dass dein Artikel sehr „wissenschaftlich“ ist?
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Distan
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BeitragThema: Re: Islam & Wissenschaft   Di Jun 29, 2010 12:12 pm

Else schrieb:
Es ist ja verständlich, dass du auf deine (resp. die islamische) Kultur stolz bist, aber dennoch sollte man einiges der Vollständigkeit halber hinzufügen:

Als der Islam sich ausbreitete gab es bereits Wissenschaft: Persien, Indien, die griechische und römische Antike etc. Der Islam breitete sich schlicht in Gebiete aus, in denen bereits Wissen vorhanden war, übernahm, was nützlich erschien, und führte einiges davon auch weiter. Wobei die Bewahrung des Wissens aus der Antike zu einem guten Teil arabischsprachigen Christen zuzuschreiben ist.


Islam und Wissenschaft? Ja, das kann zusammenkommen, muss aber nicht. Meinst du selbst, dass dein Artikel sehr „wissenschaftlich“ ist?


As-Selam-Aleykum
Der islam ist die jügste Weltreligion auf der Erde.
Selbstverständlich ist es der Fall, dass der Islam nicht alles erfunden hat wovon wir damals & heute Nutzen davon haben, da vor dem Islam etliche weitere Religionen & Kulturen & Fölker herrschten, die vor der Verbreitung des Islam weit mehr erreicht haben, jedoch in den Kategorien Literatur & Medizin kam so einiges aus den Ideen & Forschungen des Islam (während & nachdem der Verbreitung d. Islam).

Währen christliche Bürger im Westen beinahe jede Krankheit als "Exorzismus" ansahen & nur durch Rituale & Zitate aus den Testamenten versuchten die die Krankheit schwinden zu lassen, haben die Muslime im Osten ein weitaus schnelleres Handeln durch Nutzungen von Kräutern & anderen naturelle Bestandteile versucht die Krankheiten zu besiedeln.

Man bedenke die Geschichte von Richard Löwenherz & Salahaddin-Ayubi Ende des 12. Jh..
Ihre Feindlichkeit & Kriege beruhten auf Religiöse Gründe
War es nicht der Herrscher des westlichen Englands Löwenherz, der einer tödlichen Krankheit unterlag?
Und war es nicht Sultan Salahaddin-Ayubi Herrscher Ägyptens und Großteile Vorderasiens, der Löwenherz' größter Feind gewesen ist?
Wer heilte die Krankheit von Löwenherz, etwa seine christlichen Päpste, Ärzte & Untertanen?
Es war der Sultan, der seinem Feind das Leben rettete, durch einfache aus Kräutern gemischte Medizine & Hilfsmittel, und nicht seine treuen Untertanen, die den Grund der Krankheit wieder bei etwas dämonisches suchten.


Hierzu einige Videos, die du dir anschauen kannst:







Und bezüglich dessen:

Zitat :
Zu den erwähnten Gelehrten :
Al-Haitam wandte sich keinesfalls Dank des Islams der Wissenschaft zu.
Aus einem Artikel über den Mann (http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Biographies/Al-Haytham.html)
„ In his autobiography he explains how, as a youth, he thought about the conflicting religious views of the various religious movements and came to the conclusion that none of them represented the truth. […]However, ibn al-Haytham became increasingly unhappy with his deep studies of religion and made a decision to devote himself entirely to a study of science which he found most clearly described in the writings of Aristotle. Having made this decision, ibn al-Haytham kept to it for the rest of his life devoting all his energies to mathematics, physics, and other sciences.”

Ar-Razi galt ebenfalls nicht als frommer Moslem, und Ali Sina hatte Probleme mit der islamischen Geistlichkeit.

meine Liebe, wird nicht von A-Z schlicht und fest davon berichtet, dass nur fromme Muslime die Islam-Wissenschaften voran getrieben haben, falls du es so verstanden hast.
Aber jene Forscher und Wissenschaftler die sich als Muslime ernannt & bekannt gemacht haben, werden auch in die Kategorie "ISLAM" zugeordnet, daher: "Die Wissenschaft aus dem Islam".

Zu deiner letzten Frage: Ja, es ist wissenschaftlich

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BeitragThema: Re: Islam & Wissenschaft   Do Jul 01, 2010 4:59 am

Richard III. starb in einer vollkommen unwichtigen Schlacht gegen Frankreich. Nicht direkt an einer Krankheit, sondern an den Folgen einer Verletzung. Medizin in Europa war damals tatsächlich nur ein schlechter Witz. Dennoch bezweifle ich, dass man in einem Armbrustbolzen Dämonen vermutete.
Was du mit der Krankheit meinst , die irgendwelche muslimischen Kräutermixer geheilt haben sollen, weiß ich nicht. Hast du dazu eine halbwegs seriöse Quelle?

Du wirst mir verzeihen, dass ich mir nicht eine Stunde lang Videos anschaue (Welt der Wunder auf RTL II – Jessas, worum nicht gleich Galileo Mystery?). Ich habe das EINMAL gemacht, und werde das bestimmt kein zweites Mal tun. Wenn darin irgendetwas Wichtiges erwähnt wurde, kannst du mir das ja vielleicht zusammenfassen.



Das Problem, das ich mit dem Artikel habe, ist, dass er Dinge suggeriert, die einer genaueren Betrachtung nicht standhalten.

Beispiel:
„Während das christliche Europa noch das geozentrische Weltbild vertrat, das die Erde als Weltmittelpunkt darstellt, wußten die Muslime aufgrund der Aussage im Koran, daß jeder Planet seine Laufbahn hat.“
Das ist nicht direkt falsch – Muslime wussten, dass Planeten ihre Laufbahn haben.
Aber: Sie rechneten die Erde nicht zu diesen Planeten dazu. Sie waren also nicht schlauer als die Europäer. Aber der Satz suggeriert, sie hätten das geozentrische Weltbild bereits lang vor den Europäern ad acta gelegt. Und das noch dazu Dank des Korans...

Weiter:
„Auf der Grundlage dieses Hadith' wußten die Muslime, daß es für jede Krankheit auch Heilung gab, die man nur zu finden brauchte. [...]Die Entdeckungen auf dem Gebiet der Medizin lieferten der westlichen Medizinforschung die gesamten Grundlagen, mehr noch, ohne die islamische Medizin ist die westliche gar nicht denkbar. Der Mediziner ar-Razi, Leiter eines Bagdader Krankenhauses, forschte neben seiner chirurgischen Arbeit auf dem Gebiet der Masern und Pocken. Seine Schrift galt bis ins 18. Jahrhundert als eine der hervorragendsten Arbeiten in diesem Bereich.“So geschrieben suggerieren diese Aussagen, dass jenes Hadith der wesentliche Ansporn für medizinische Forschung gewesen sei. Aber da Wissenschaftler wie Ar-Razi gar nicht so besonders fromm waren, wie kann dann der Islam – oder gar speziell dieses Hadith – für sie und ihre Forschung eine Bedeutung gehabt haben?
Die Frage, die sich stellt, ist, ob diese Erkenntnisse Dank des Islams oder trotz des Islams gewonnen wurden. Hätte ein Ali Sina in einem zoroastrischen Persien weniger geleistet? Wir werden die Antwort nie erfahren.

Und dann gipfelt der Artikel in folgenden Sätzen:
„Während der Stern der Wissenschaft unter dem Islam erstrahlte, befand sich Europa in jeder Hinsicht in tiefster Dunkelheit. Jede wissenschaftliche Betätigung wurde durch die Kirche unterdrückt. Die subjektive Erfahrung dieser Unterdrückung durch die christliche Kirche übertrug man auf alle Religionen, so auch auf den Islam, so daß man Islam und Wissenschaft in ein Kontrastverhältnis stellte. Dies reicht bis in die Gegenwart und trägt dazu bei, daß man den Islam für den derzeitigen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Niedergang der islamischen Welt verantwortlich macht, obwohl, um es noch eimal zu verdeutlichen, der Islam dort keineswegs als Lebensordnung umgesetzt wird. Der Zustand dieser Länder hat ganz andere Ursachen, die ihre Wurzeln nicht im Islam, sondern in der Abkehr von der islamischen Lebensordnung und dem vom Westen übernommenen kapitalistischen Gesellschaftssystem finden.“Das Kapitalistische Gesellschaftssystem ist schuld daran, dass die islamische Welt heute keine nennenswerten Erkenntnisse aus den Bereichen Physik, Mathematik, Chemie, Biologie, Medizin etc vorweisen kann? Dann sollte doch vielleicht aus den Ländern, die noch kapitalistischer und noch weniger islamisch sind, erst recht nichts kommen, oder?
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Distan
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BeitragThema: Re: Islam & Wissenschaft   Do Jul 01, 2010 11:57 am

Else schrieb:
Richard III. starb in einer vollkommen unwichtigen Schlacht gegen Frankreich. Nicht direkt an einer Krankheit, sondern an den Folgen einer Verletzung.

As-Selam-Aleykum

Das habe ich auch keinesfalls bestritten, ich schreibte ledeglich, dass Sultan Salahaddin ihn von seiner Krankheit, die ihm fast den Tod brachte, heilte.

Else schrieb:
Du wirst mir verzeihen, dass ich mir nicht eine Stunde lang Videos anschaue (Welt der Wunder auf RTL II – Jessas, worum nicht gleich Galileo Mystery?). Ich habe das EINMAL gemacht, und werde das bestimmt kein zweites Mal tun. Wenn darin irgendetwas Wichtiges erwähnt wurde, kannst du mir das ja vielleicht zusammenfassen.

Darin ist alles wichtige bereits zusammen gefasst.
Wenn ich bereit bin dir entegegen zu kommen mit Quellen & Videos die meine Aussagen bestätigen und du denen nicht nachgehst, kann ich leider auch nicht viel machen.
Ansonsten musst du dich fündig machen im Netz, dort findest du bestimmt so einiges Wink


LG
Distan

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